Im hier und jetzt

Autor: Barbara Schilz-Bösing
Erstellt am 18. Mai 2020
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Ja, es sind vier Wochen her seit dem letzten Beitrag. Ich bin abgetaucht in einen Tunnel, den Kopf voller Fragen und Zweifel, wo ist mein Platz, was ist meine Aufgabe. Die selbstgewählte freie Zeit ist für mich eine große Herausforderung. Ganz ehrlich, mein Flow war im Trainingsraum, Menschen inspirieren, Türen öffnen, zu hören, etwas in Bewegung bringen. Vergleichbares finde ich gerade nicht im Alltag. Also habe ich getrauert, gehadert und zwischendurch bin ich in Aktivismus verfallen, es muss doch etwas geben….

Wir können unsere Freiheit dem entgegen stellen, wenn wir uns über unsere Wahrhaftigkeit und unseren Seelenfokus klar sind: die Frage kann lauten: was ist meine Aufgabe in der Welt jetzt!, heute!, hier! Diesen Satz habe ich vor vier Wochen geschrieben und habe mich trotzdem „verlaufen“.

Wie ist es heute, ein Coachinggespräch, ein Telefonat und Meditation haben mich unterstützt wieder zu mir zu finden. Was bedeutet, dass ich für mich erkannt, es läuft nicht einfach von alleine – Ha! wer

hätte dies gedacht, sondern ich will (ich vermeide gerade das – muss -) etwas dafür tun.

Ich habe etwas ausprobiert, was mir sehr gutgetan hat, es hat den Kopfstrudel zur Ruhe gebracht.

Eckart Tolles empfiehlt in seinem Buch „Eine neue Erde“ ganz im JETZT zu sein.
Ich finde es echt herausfordernd:
Das was ich gerade tue, fokussiert mit der ganzen Aufmerksamkeit bereitwillig oder/und mit Freude und Enthusiasmus zu tun. Wann tue ich etwas so fokussiert, ehrlich in der Vergangenheit sehr selten, ich mache oft zwei bis drei Sachen gleichzeitig, höre Musik, oder schaue Videos nebenbei und, und…

Seit ein paar Tagen versuche (immer wieder neu) ich genau dies zu tun, im Moment zu bleiben mit allen Sinnen. Zwei kleine Beispiele:
Am Sonntag bei einer Radtour ist es mir teilweise richtig gut gelungen, anstatt wie früher alles Mögliche zu durchdenken, Nach-zu-denken oder vor-zu-denken, war ich einfach da, auf dem Rad, in der Natur.
Heute hatte ich ein Coachinggespräch – ich war der Coach. Zuhören ist natürlich eine Kernkompetenz, ich habe heute eine neue Qualität des Zuhörens erlebt, in dem ich mit allen Sinnen auf mein Gegenüber eingestellt habe, meinen Kopf frei gehalten habe von möglichen Interventionen, die ich anbieten möchte, ist es mir tatsächlich zum ersten Mal gelungen, die Blockaden meines Gegenübers zu spüren. Wichtig, ich habe mich NICHT verbunden mit der Klientin, ansonsten übernehmen wir die Gefühle des Gegenübers. Ich war fokussiert bei mir.

Für mich hat dies sehr viel mit Bewusstsein zu tun. Wenn wir bewusst handeln, dann sind wir aufmerksam. Ich übe weiter und halte euch auf dem Laufenden.

 

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